17. Occhi-Ausstellung am 13. und 14. Juni 2003 in Horstmar

Horstmar ist ein Städtchen im westlichen Münsterland mit noch vier erhaltenen Burgmannshöfen, altem Stadtkern und einem alten, kleinen Rathaus mit mittelalterlichem Kern, welches der benachbarten breiträumigen Kirche (Ende 14. Jh.) auffällig seine Kehrseite zeigt, der "Ratsschänke" aber zugewandt ist. Alljährlich im Juni wird Horstmar zur Occhi-Metropole, denn seit 1986 ist hier die "Internationale Ausstellung von Occhi und Handarbeiten" beheimatet. Ursprünglich als Occhi-Ausstellung von Hildegard Ruck (Horstmar) ins Leben gerufen, sind in den letzten Jahren u. a. auch Kunststricken, Ajour- und Weiß-Stickerei, Hardanger, Blaudruck u. a. vertreten. Die 17. Ausstellung fand am 13. und 14. Juni 2003 im denkmalgeschützten "Alten Rathaus" und in der "Ratsschänke" statt. Organisatoren dieser Ausstellungen waren mit Unterstützung der Stadt Horstmar - wie in den Jahren zuvor - Margret Hölscher und Maria Schulenkorf aus Coesfeld. Ihnen sei für die Aktivität gedankt. Aussteller und Besucher kamen aus den verschiedensten Ländern, u. a. aus England, Dänemark, Schweden, Italien, Niederlande, Schweiz, Russland u. a. Neben dem "Deutschen Occhi-Ring" waren die Vereinigungen "Ring of Tatters" aus England, "Dansk Orkis Forening" aus Dänemark und erstmals "Frivolité(k)ring" aus den Niederlanden als Aussteller vertreten. Die Vertreter aus den verschiedenen Ländern gaben dem kleinen Horstmar ein besonderes Gepräge und einen Hauch von "Weltweite". Wie in den Jahren zuvor waren wieder zu bewundern: große und kleine Decken und Läufer, Kragen, Babykleidung, Schmuck und sonstige modische Accessoires, Tischbänder, Bilder, Grußkarten, weihnachtlicher und österlicher Schmuck, Täschchen, Döschen, Brillenetuis usw. usw. - eine unendliche Vielfalt von Mustern, Formen und Techniken, von neuartigen, eigenwilligen Entwürfen und simplen Nacharbeiten. Die Exponate aller Aussteller zeugten von großem Ideenreichtum, Fleiß und handwerklichem Können, zugleich waren sie eine bunte Mischung von Kunsthandwerk und Amateurschaffen, von Hobbyausstellung und Verkauf. Keine Jury entscheidet hier über Wert oder Unwert der auszustellenden Objekte, hier kann jeder mitmachen - gerade darin liegt wohl der Reiz der Horstmarer Spitzenausstellungen. Aussteller und Besucher sind durch das gemeinsame Hobby auf sonderbare Weise verbunden. Hier treffen sich Entwerfer und Nacharbeitende, Muster- und Literatursammler, Sammler aller Arten. Zu bemerken ist, dass die Präsentation durch die Aussteller von Jahr zu Jahr ansprechender wird. Neben traditionellen Arbeiten in unifarbenen Spitzengarnen waren sehr viele Exponate in bunten Farben als Bild und als figürliche Darstellungen zu sehen. Ein Schachspiel fand besonderes Interesse. Einige Aussteller boten eigene Muster mit Arbeitsanleitungen und ihre eigenen Veröffentlichungen an, andere stellten ihre Internet-Aktivitäten vor oder boten Garne, Schiffchen und anderes Zubehör an - das war für Besucher und Aussteller eine interessante Fundgrube: